Klimaschutz durch E-Mobilität - Mehr als nur der Wechsel des Antriebs
(Bild: C. Schäfer)
Die Klimakrise schreitet voran, Kipppunkte rücken näher – und der Verkehrssektor bleibt einer der größten CO₂-Verursacher. Ein „Weiter so“ kann und darf es nicht geben. Das machte unser Referent Jürgen Schilling beim Vortrag am 08. Mai 2025 in Egelsbach deutlich. Elektromobilität ist dabei nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern ein Weckruf für ein tiefgreifendes Umdenken in unserem Mobilitätsverhalten.
Auch wenn E-Autos längst auf unseren Straßen angekommen sind, darf nicht der Eindruck entstehen, wir könnten einfach jeden Verbrenner 1:1 durch ein Elektrofahrzeug ersetzen und alles sei gut. Tatsächlich brauchen wir eine grundsätzliche Mobilitätswende: Weniger Individualverkehr, mehr ÖPNV, sichere und attraktive Radwege, effizienter Gütertransport auf der Schiene, faire Besteuerung von Verkehr – und natürlich saubere Energiequellen für den Strom, den wir verbrauchen.
Schilling betonte in seinem Vortrag: Der Strom für Elektromobilität muss aus erneuerbaren Energien kommen – in der Herstellung wie im Betrieb. Auch die Debatte um sogenannte alternative Kraftstoffe zeigt, wie leicht sich mit irreführenden Begriffen falsche Hoffnungen wecken lassen. „Klimadiesel aus Frittenfett“ etwa klingt charmant, basiert aber meist auf Palmöl – mit bekannten Folgen für Umwelt und Artenvielfalt.
Gleichzeitig zeigt die technologische Entwicklung im Batterie- und Recyclingbereich, dass nachhaltige Elektromobilität möglich ist – wenn politische Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Verbraucherbewusstsein zusammenspielen.
Unser Fazit: Elektromobilität ist ein entscheidender Baustein für den Klimaschutz – aber nur, wenn sie Teil eines größeren Umdenkens wird. Die Mobilität der Zukunft muss leiser, sauberer, effizienter – und vor allem weniger sein.
Weitere Informationen, Hintergründe und der vollständige Veranstaltungsbericht sind hier zu finden
Was kann ich selbst zum Thema „Klimaschutz durch Mobilität“ beitragen?
Weniger fahren – mehr bewegen
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Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen: gut für’s Klima und die Gesundheit.
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Überlege bei jeder Fahrt: Muss ich wirklich das Auto nehmen?
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
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Bus, Bahn oder Sammeltaxi sind oft klimafreundlicher als der eigene Pkw – vor allem bei regelmäßigen Wegen.
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Auch Mitfahrgelegenheiten (z. B. für Pendler) senken Emissionen pro Person erheblich.
Wenn Auto, dann möglichst klimafreundlich
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Wer ein Auto braucht, kann auf ein E-Auto umsteigen – idealerweise mit Ökostrom laden.
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Carsharing oder Auto mit anderen teilen, wenn man es nicht täglich braucht.
Strom aus erneuerbaren Quellen
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Den eigenen Stromanbieter auf echten Ökostrom umstellen.
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Beim Laden von E-Fahrzeugen möglichst auf Solarstrom vom eigenen Dach oder zertifizierten Grünstrom setzen.
Ressourcen schonen
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Fahrzeuge möglichst lange nutzen und pflegen, statt alle paar Jahre neu zu kaufen.
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Gebrauchte E-Bikes oder Fahrzeuge sind ebenfalls eine gute Option.
Politischen Druck machen
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Kommunen auffordern, Radwege, ÖPNV und Ladeinfrastruktur auszubauen.
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Initiativen und Aktionen wie autofreie Sonntage, lokale Mobilitätskonzepte oder Petition für Tempolimit unterstützen.
Umdenken und Vorbild sein
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Im Freundes- und Kolleg*innenkreis über Mobilitätswende sprechen.
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Kinder früh an klimafreundliches Verhalten heranführen: zu Fuß zur Schule, Fahrrad statt Elterntaxi.
Jede Entscheidung zählt. Auch kleine Veränderungen im Alltag können in Summe Großes bewirken – besonders wenn viele Menschen mitmachen.