BUND Ortsverband Langen Egelsbach
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Fragen zur Kommunalwahl im März 2026

Langen

Rathaus Langen

Am 15. März 2026 wird in Langen eine neue Stadtverordnetenversammlung gewählt. Der BUND Ortsverband Langen-Egelsbach möchte den Wählerinnen und Wählern eine Orientierung zu wichtigen Umwelt- und Klimafragen geben.

Deshalb haben wir die Parteien und Wählergruppen, die zur Kommunalwahl antreten, um eine Stellungnahme zu unseren Wahlprüfsteinen gebeten. Uns ist wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger vor der Wahl nachvollziehen können, welche Ziele und Maßnahmen die einzelnen Parteien in den Bereichen Umwelt, Natur und Klima verfolgen.

Alle eingegangenen Antworten veröffentlichen wir auf dieser Seite im Wortlaut. So können Sie sich selbst ein Bild von den Positionen der Parteien machen und Ihre Wahlentscheidung gut informiert treffen.

 

Frage 1: Ressourcenschonung

Wie plant Ihre Partei, in der kommenden Legislaturperiode eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung in Egelsbach voranzutreiben und welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren sowie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige kommunale Beschaffung zu fördern?

 

Frage 2: Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Wie will Ihre Partei mit der zunehmenden Flächenversiegelung in unserer Gemeinde umgehen und welche Maßnahmen planen Sie konkret zur Entsiegelung bereits versiegelter Flächen und zum Schutz noch unversiegelter Bereiche?

Antworten der Parteien

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Christlich Demokratische Union Deutschlands - CDU

Ressourcenschonung

Nachhaltige Stadtentwicklung ist für uns stark an die Haushaltsrealität gekoppelt. Ökologische Maßnahmen und Investitionen müssen verantwortungsvoll abgewogen werden. Sie müssen wirksam, finanzierbar und praktikabel sein.

Ein nachhaltiger Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen ist sehr wichtig. Im Bereich des Energie- und Wärmebedarfs liegt ein umfassender Plan zur kommunalen Wärmeplanung vor, der im Februar 2026 durch die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen wurde. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, aufzuzeigen, wie bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung möglichst kosteneffizient erreicht werden kann.

Eine große Stellschraube ist hier die Möglichkeit zur Nutzung von Fernwärme. Hier sind wir im Oberlinden sowie im Neubaugebiet im Norden der Stadt bereits gut aufgestellt. Durch das im Plan befindliche Rechenzentrum und die Abwärmenutzung können weitere Schritte gegangen werden.

Sinnvoll ist es darüber hinaus, die Möglichkeit zur Nutzung von Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden weiter nach vorne zu intensivieren und – bspw. Im Zuge von Sanierungen von Gebäuden – einzusetzen.

Die Möglichkeiten der Kommune zur Förderung der Kreislaufwirtschaft sind leider begrenzt. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde im Jahr 2025 beschlossen zu prüfen, ob die Einführung eines kommunalen Mehrwegbechers für Heißgetränke („Langen-Becher“) möglich und sinnvoll wäre, ob dies von den ortsansässigen Unternehmen unterstützt werden würde und ggfs. lokale Vereine mit in eine Konzeptionierung einbezogen werden könnten. Wir werden uns auch weiterhin für Projekte dieser Art einsetzen, die im Ansatz darauf ausgerichtet sind, sinnvolle Möglichkeiten aufzunehmen und die Stadtgesellschaft in der Realisierung zu beteiligen.

Die Frage nach der kommunalen Beschaffung trifft im Kern Verwaltungshandeln. Hier gibt es keine Kernkompetenz der Stadtverordnetenversammlung.

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

In den letzten Jahren wurde durch das Neubaugebiet im Langener Norden eine immense Fläche versiegelt. Daher ist für uns klar, dass die Entwicklung von weiterem Wohnraum in Langen „auf der grünen Wiese“ abgeschlossen ist.

Bodenentsiegelung ist wichtig und spielt beim Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels eine große Rolle. Bei der innerstädtischen Entwicklung können folgende Maßnahmen sinnvoll sein:

Im Zuge von Sanierungen öffentlicher Plätze, Straßen etc. kann in geeigneten Bereichen ein Austausch von Asphalt gegen Rasengittersteine oder wasserdurchlässige Beläge erfolgen.

Durch entsprechende Sensibilisierung auf Aufklärung soll das Entstehen von Schottergärten verhindert werden und auch die Entsiegelung privater Flächen kann gefördert werden.

Bei der Neukonzeptionierung von Verkehrsflächen und Plätzen kann einerseits das Ziel der Begrünung und Beschattung von Plätzen, andererseits aber auch das Ziel der Entsiegelung verfolgt werden. Ein Positivbeispiel ist der Verkehrsversuch und die die Neukonzeptionierung des Taunusplatzes. Dieses Projekt unterstützt die CDU-Fraktion explizit. Erfreulich ist, dass die Stadt hierzu auch signifikante Fördergelder des Landes Hessen erhält.

Ziel muss es sein, auch weiterhin Förderprogramme von Bund- und Land für entsprechende Maßnahmen zu nutzen, um den finanziellen Eigenanteil der Stadt zu reduzieren oder ggf. sogar auf „Null“ zu senken. Nur dann sind in Zeiten von hoch defizitären Haushalten auch kostenintensive Projekte realisierbar.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands - SPD

Ressourcenschonung

  1. Verdichtung in der Innenstadt - Aufstockung statt Neubau, Sanierung statt Neubau
  2. Wir halten es für notwendig, mit der Verwaltung und im Parlament Gespräche zu führen, wie wir Kreislaufwirtschaft und nachhaltige kommunale Beschaffung in Langen fördern können. Derzeit gibt es dazu wenige Initiativen. Mehrkosten für Handel und Gewerbe müssen vermieden werden.
  3. Nachhaltige und innovative Baustoffe sollen zur Einsatz kommen.

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

  1. Wir aktualisieren das städtische Klimaschutzkonzept, wir entwickeln und verteilen Informationsmaterial zu Extremwetterlagen.
  2. Wir fordern eine Entsiegelung von Flächen und wollen dazu einen Prüfantrag in der nächsten Legislaturperiode stellen
  3. Alle Förderprogramme von Land und Bund müssen genutzt werden, um Mehr Tempo beim Klimaschutz zu machen.
  4. Wir wollen unserem Wald helfen: Wir setzen das Baumpflanz- und Waldschutzkonzept konsequent um. Wir werden keiner weiteren Genehmigung zur Erweiterung der Kiesgrube und Abholzung des Bannwaldes zustimmen.
  5. Wir wollen den Stadtgarten als Gemeinschaftsprojekt neu beleben z. B. Urban Gardening und Bienenwiesen Gleichzeitig unterstützen wir das Projekt Grüne Mitte.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - GRÜNE

Ressourcenschonung

Wir bekennen uns zu einer fairen Steuer- und Vergabepolitik, die Nachhaltigkeit belohnt. Bei allen öffentlichen Ausschreibungen sollen ökologische Kriterien stärker gewichtet werden. Dies gilt für die Beschaffungen der Stadt bis zur Energie- und Wärmeversorgung.

Die nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung unserer Stadt kann nur gelingen, wenn die Stadt als Auftraggeber in ihrem Einflussbereich nachhaltige, das heißt nachwachsende und recyclingfähige Materialien verwendet.

Als Grüne Fraktion haben wir in der letzten Legislaturperiode einen Antrag auf Einführung einer Verpackungssteuer gestellt, der leider keine Mehrheit gefunden hat. Ziel war, den Einsatz von Einwegverpackungen vor allem in der lokalen Gastronomie einzudämmen und die Verwendung von Mehrwegverpackungen zu fördern. Das trägt nicht nur zur Ressourcenschonungen bei, sondern reduziert auch die Vermüllung der Stadt und der Stadtnatur an exponierten Stellen wie den Bahnhof oder die Romorantinanlage. Den Ansatz wollen wir in der nächsten Legislaturperiode wieder aufgreifen
 

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Wir müssen unsere Stadt an den Klimawandel mit den daraus folgenden Extremwetterereignissen anpassen. Wir verfolgen auch in Langen das Konzept einer „Schwammstadt“. Wir Grünen wollen Retentionsflächen schaffen, auf denen Regenwasser langsam versickern und gespeichert werden kann. Große Flächen wie Parkplätze an Einkaufszentren oder öffentliche Verkehrsflächen und Plätze müssen konsequent so angelegt werden, dass Regenwasser versickern kann. Dies ist in allen Bebauungsplänen zu verankern.

Wo möglich, wollen wir bereits versiegelte Flächen entsiegeln und als Grünfläche anlegen. Öffentliche Plätze wie der Lutherplatz oder der Platz der Deutschen Einheit wollen wir dazu als kommunale Pilotprojekte beispielhaft umsetzen. Die zunehmende Versiegelung privater Vorgärten, um Parkflächen zu schaffen, ist uns ein Dorn im Auge. Wir wollen die Bürger dazu animieren, sog. Schottergärten zu begrünen und private Initiativen für die Entsiegelung von Flächen mit kommunalen Mitteln unterstützen.

Stadtbäume sorgen im Sommer für Schatten und Kühlung und senken damit die Temperatur an heißen Sommertagen spürbar. Wir wollen in den nächsten Jahren deutlich mehr Stadtbäume pflanzen lassen und im kommunalen Haushalt auch für die anschließende Pflege ausreichend Mittel einstellen. Eine weitere Rodung des Langener Stadtwaldes zum Beispiel für weitere Auskiesungsflächen lehnen wir konsequent ab. Die Stadtentwicklung hat sich an der Innenentwicklung auf bereits versiegelten Brachflächen oder unternutzten Flächen zu orientieren. Eine weitere Ausdehnung der Stadt in grünen Außenbereichen mit einer einhergehenden Versiegelung von Flächen lehnen wir ebenfalls ab.

Freie Demokratische Partei - FDP

Bis Redaktionsschluss sind keine Antworten bei uns eingegangen.

Freie Wähler Gemeinschaft-Nichtparteigebundene Einwohner Vertreter - FWG/NEV

Ressourcenschonung

Angesichts des massiven Haushaltsdefizits in Langen wäre es unseriös, zum jetzigen Zeitpunkt kostspielige neue Maßnahmenpakete zu versprechen; konkrete zusätzliche Großprojekte sind für uns aufgrund der finanziellen Lage daher schwer zu benennen, da jede Investition unter einem strengen Finanzvorbehalt stehen muss.

Trotz der aktuell engen finanziellen Spielräume sind wir dafür den eingeschlagenen Weg einer klimafreundlichen und ressourcenschonenden Umsetzung bei der Sanierung und dem Bau städtischer Einrichtungen konsequent fortzusetzen. Zudem priorisieren wir bei ohnehin notwendigen Sanierungs- und Bauvorhaben durch Entsiegelung und kluges Regenwassermanagement die natürliche Ressource Wasser zu schützen und das Stadtklima zu verbessern. Möglichkeiten der Ressourcenschonung liegen außerdem in der konsequenten Umsetzung der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen.

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Für die FWG-NEV ist der Schutz unversiegelter Bereiche sehr wichtig. Dass wir dieses Prinzip ernst nehmen, haben wir unter anderem durch unsere Ablehnung des Baugebiets Liebigstraße Nord bewiesen.

  • Beispiel Liebigstraße Nord: Wir haben uns als Fraktion gegen dieses Bauvorhaben ausgesprochen, da hier gegen unsere Stimmen eine Bebauung realisiert wurde, die unserer Meinung nach fatale Auswirkungen auf das Stadtklima hat. Insbesondere der Bau eines massiven Gebäuderiegels blockiert dort die lebenswichtige Frischluftschneise aus dem Westen. Gerade für eine Stadt wie Langen ist die Durchlüftung zur Abkühlung der aufgeheizten Innenstadtgebiete essenziell – eine solche Versiegelung an strategisch kritischen Punkten halten wir für ökologisch unverantwortlich.
  • Schutz unversiegelter Bereiche/ Freiflächen: Solche Fehlplanungen müssen künftig verhindert werden. Bauprojekte dürfen nicht zu Lasten des Stadtklimas und wichtiger Kaltluftkorridore gehen.
  • Entsiegelung: Da aktive Entsiegelungsprogramme aufgrund der Haushaltslage schwer zu finanzieren sind, sollte bei jeder ohnehin anstehenden Straßensanierung konsequent auf wasserdurchlässige Beläge und mehr Grünflächen umgestellt werden.
  • Klimaanpassung mit Augenmaß: Wir werden Fördermittel für Klimaanpassungsmaßnahmen konsequent in Anspruch nehmen – allerdings immer unter der Voraussetzung, dass die Stadt die erforderlichen Eigenanteile finanziell stemmen kann. Wir versprechen nur das, was wir auch bezahlen können.
Die Linke

Ressourcenschonung

Unsere Partei setzt sich für eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung der Stadt Langen ein, bei der der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen, ein sparsamer Umgang mit Flächen, sowie eine klimafreundliche Infrastruktur im Mittelpunkt stehen. Zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs im Verkehrsbereich sprechen wir uns gegen den vierspurigen Ausbau der B486 aus. Statt zusätzlicher Straßeninfrastruktur setzen wir auf einen leistungsfähigen, kostenlosen und barrierefreien öffentlichen Nahverkehr. Ergänzend wollen wir den Ausbau sicherer und zusammenhängender Radverkehrswege deutlich voranbringen, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und Flächen sowie Energie einzusparen.

Auch im Bereich der Energieversorgung sehen wir große Einsparpotenziale. Wir setzen uns für die Stärkung und den Ausbau des Fernwärmenetzes ein; sowie für eine konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Öffentliche Gebäude sollen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und durch Dach- und Fassadenbegrünung ökologisch aufgewertet werden.

Nachhaltiges Bauen soll künftig stärker berücksichtigt werden. Bei kommunalen Bauvorhaben sollen ressourcenschonende Materialien, langlebige Bauweisen; sowie energieeffiziente Standards verbindlich angewendet werden. Die Stadt soll hierbei eine Vorbildfunktion übernehmen und Nachhaltigkeitskriterien stärker in Planung, Bau und Beschaffung integrieren.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir den Verbrauch natürlicher Ressourcen dauerhaft senken, nachhaltige Stoffkreisläufe stärken und Langen zu einer klima- und zukunftsfesten Kommune weiterentwickeln.

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Wir als Linke in Langen lehnen jede weitere Versiegelung von Grünflächen konsequent abund werden uns im Parlament stets dagegenstellen. Der Erhalt und Ausbau städtischer Grünflächen hat für uns höchste Priorität. Dazu gehört insbesondere der Schutz des Stadtparks, der nicht überbaut oder „plattgemacht“ werden darf, sowie die ökologische Aufwertung des Platzes der Deutschen Einheit durch zusätzliche Grünflächen, die Schatten spenden und Betonwüsten vermeiden.

Auch der Langener Bannwald ist ein ökologisch besonders wertvoller Bereich, dessen Schutz für uns oberste Priorität hat. Wir werden keine weiteren Auskiesungen durch die Firma Sering genehmigen und uns für Renaturierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen bereits genutzter Flächen einsetzen.

Darüber hinaus lehnen wir den geplanten vierspurigen Ausbau der B486 ab, da dieser zusätzliche Versiegelungen und Flächenverbrauch, insbesondere am Rand des Bannwaldes, mit sich bringen würde. Stattdessen setzen wir auf nachhaltige Verkehrsplanung und Flächenschonung.

Insgesamt verfolgen wir das Ziel, bestehende Grünflächen zu sichern, neue Grünflächen zu schaffen und bereits versiegelte Flächen dort, wo möglich, zu entsiegeln. So wollen wir die natürlichen Funktionen von Böden erhalten, urbane Hitzeinseln vermeiden und Langen langfristig ökologisch zukunftsfähig gestalten.

Wählerinitiative Langen - WiLa

Ressourcenschonung

Ein sauberes Stadtbild ist die Visitenkarte unserer Heimat. Wir wollen das Verantwortungsbewusstsein stärken und die Stadtreinigung gezielt unterstützen. Ein zentraler Punkt ist für uns die Müllvermeidung. Wir selbst gehen hier mit gutem Beispiel voran: Wir treffen uns zu Müllsammelaktionen sonntags um 11:00 Uhr. Hier treffen sich Jung und Alt gemeinsam, um aktiv anzupacken. Interessierte Bürger können sich jederzeit gerne an uns wenden (info@wila-langen.de), um mitzumachen.

Um den Verbrauch natürlicher Ressourcen auch politisch zu reduzieren, haben wir bereits eine Leerstandssatzung beantragt, die in der nächsten Sitzungsrunde am 20.Mai 2026 beraten und beschlossen werden soll. Vorhandenen Wohnraum konsequent zu nutzen, schont massiv Rohstoffe und Energie, die sonst in Neubauten fließen müssten. Praktisch fordern wir zudem eine bessere Ausstattung mit Abfallbehältern an Brennpunkten und eine schnellere Beseitigung von wildem Müll durch die KBL (Kommunale Betriebe Langen).
 

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Wir wollen Langen grüner und damit lebenswerter machen. Ein konkreter Beitrag zur Biodiversität ist unser Einsatz bzw. Antrag für ein gezieltes Böllerverbot an sensiblen Stellen (Beratung in der Sitzung am 20.05.2026). Dies schützt unsere Tiere vor extremem Stress, bewahrt die historische Altstadt und reduziert Feinstaub sowie Müllberge nachweislich.

Wir unterstützen ausdrücklich den Ansatz des Projekts „Grüne Mitte“, da hierbei gezielt Flächen am Stadtgarten entsiegelt werden, um Raum für Natur und Versickerung zu schaffen. Grundsätzlich setzen wir uns dafür ein, den Stadtgarten als wertvolle Erholungsfläche dauerhaft zu schützen.

Um die Versiegelung stadtweit zu begrenzen, fordern wir für Neubauten verbindliche ökologische Standards in den Bebauungsplänen: Dazu gehören die Verpflichtung zur Dachbegrünung, das Verbot von Schottergärten sowie die Nutzung von versickerungsfähigen Belägen für Stellplätze und Einfahrten. Klimaanpassung und Biodiversität müssen bei neuen Projekten von Anfang an gesetzlich festgeschrieben werden, um das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.

Unabhängige Wählervereinigung - UWFB / FREIE WÄHLER

Ressourcenschonung

Die UWFB/FREIE WÄHLER Langen plant, eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung für Langen voranzutreiben, indem sie gezielt Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen fördern will. Dazu gehören unter anderem die Förderung von Kreislaufwirtschaft durch die Schaffung von lokalen Recycling- und Wiederverwendungsangeboten bei der KBL sowie die Unterstützung von Initiativen zur Abfallvermeidung und Wiederverwertung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen kommunalen Beschaffung. Die UWFB/FREIE WÄHLER LANGEN will sicherstellen, dass bei sämtlichen öffentlichen Ausschreibungen bevorzugt regionale und umweltfreundliche Produkte sowie Dienstleistungen ausgewählt werden. Gleichzeitig sollen Projekte zur Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien in kommunalen Gebäuden und Einrichtungen gefördert, um den ökologischen Fußabdruck der Stadt weiter zu verringern. Durch diese konkreten Maßnahmen möchte die UWFB/FREIE WÄHLER LANGEN die nachhaltige Entwicklung in Langen aktiv fördern.

Entsiegelung, Stadtgrün und Biodiversität

Die UWFB/FREIE WÄHLER LANGEN setzt sich aktiv für den verantwortungsvollen Umgang mit Flächenversiegelung in Langen ein. Um die weitere Versiegelung zu begrenzen, strebt sie an, neue Bau- und Infrastrukturprojekte möglichst flächenschonend zu planen und bereits bestehende unversiegelte Flächen konsequent zu schützen. Dabei müssen ökologische Ausgleichsflächen geschaffen und bestehende Grünflächen erhalten bleiben.

Zur Entsiegelung bereits versiegelter Flächen plant die UWFB/FREIE WÄHLER LANGEN konkrete Maßnahmen wie die Umwandlung ungenutzter Parkplätze oder Asphaltflächen in Grünanlagen, die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Renaturierung von Flächen, wo es möglich ist, zu beantragen. Zusätzlich soll ein Förderprogramm für private Grundstückseigentümer aufgelegt werden, um die Entsiegelung von Höfen und Vorgärten zu unterstützen. Ziel muss sein, das Stadtklima zu verbessern, die Biodiversität zu fördern und den natürlichen Wasserhaushalt zu stärken.

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