BUND Ortsverband Langen Egelsbach
Tulpenbeet

Unser Patenbeet

"Patenbeete" sind eine kreative und effektive Möglichkeit, Naturschutz in Gemeinden und Städten zu fördern. Das Konzept beinhaltet, dass Einzelpersonen, Familien, Schulen, Unternehmen oder andere Gruppen bestimmte öffentliche Grünflächen übernehmen und pflegen.

Patenbeete und Naturschutz

Biodiversität fördern - gefährdete Arten schützen

 (Bild: Christine Schäfer)

Wir - der BUND Langen-Egelsbach - möchten die Vielfalt von Pflanzenarten in den Beeten erhöhen, indem wir eine Mischung aus einheimischen Pflanzen wählen, die Lebensraum und Nahrung für verschiedene Arten bieten. 

Durch die gezielte Auswahl von Pflanzen können Paten Lebensräume für bedrohte oder gefährdete Arten schaffen, sei es für Pflanzen, Insekten oder Vögel.

"Unser" Patenbeet - seit 2020 in guten Händen

Patenbeet im Ursprung Patenbeet ursprünglich  (Bild: Petra Heberer)

Im Oktober 2020 hat der BUND-Langen-Egelsbach ein Patenbeet von der Stadt Langen übernommen.

Die Grünfläche vor einem Garagenhof am Ende der Friedensstraße in Langen war von der Stadt neu angelegt und mit einem Ahornbaum bepflanzt worden.

Wir haben kleine Blütensträucher und Wildrosen gepflanzt und Blumenrasen eingesät. So soll sich die Fläche zu einem Lebensraum für Insekten entwickeln.

 

Patenbeetpflege

Patenbeetpflege  (Bild: Petra Heberer)

Der Blumenrasen wird nur zwei Mal im Jahr gemäht. Das Mahdgut wird abgerecht, um das Beet nach und nach weiter abzumagern. Die Artenvielfalt an heimischen Wildblumen und Insekten soll auf diese Weise gefördert werden. Flächen, auf denen höhere Wildblumen wachsen, gehen ungemäht in den Winter. So können Insektenlarven in den Stängeln überwintern und Vögel finden an den Blütenständen des vergangenen Sommers noch Samen.

 

Einige Bereiche sollen als Sandflächen auch komplett vom Bewuchs frei gehalten werden. Denn viele Wildbienenarten nisten im Boden und bauen ihre Brutröhren in solchen unbewachsenen sonnigen Böden.

 

Hinweistafel am Patenbeet Hinweistafel am Patenbeet  (Bild: Petra Heberer)

Ein Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und Pflanzenvielfalt

Unser Patenbeet ist mehr als nur ein Stück bepflanzte Erde – es ist ein lebendiges Biotop, das speziell für heimische Wildbienen und andere Insekten angelegt wurde. Besonders im Fokus stehen dabei Pflanzenarten, die eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Bestäuber wie die Wollbiene darstellen. Diese ernähren sich ausschließlich vom Nektar und Pollen der Lippen- und Schmetterlingsblütler – also Arten, die in der modernen Kulturlandschaft immer seltener werden.

Im Beet finden sich daher Vertreter wie der Aufrechte Ziest und der Wiesen-Salbei, zwei typische Lippenblütler, die mit ihren intensiv gefärbten Blüten und ihrem hohen Nektargehalt Insekten magisch anziehen.

Auch Pflanzen mit kulturhistorischer Bedeutung sind vertreten: Die Färber-Hundskamille diente früher zum Gelbfärben von Stoffen, während der Färber-Waid einst den berühmten blauen Farbstoff Indigo lieferte – mit einer besonderen chemischen Reaktion, die dem Begriff "blaumachen" seine Herkunft verdankt.

Ergänzt wird das Beet durch eine Vielzahl weiterer blühfreudiger Wildstauden, wie die Rispen-Flockenblume, Luzerne, Großblütige Königskerze, Futter-Esparsette, Gewöhnliche Ochsenzunge, Graukresse, Rainfarn, Kleiner Wiesenknopf, Gewöhnlicher Natternkopf, Wilde Malve, Echtes Johanniskraut – und viele mehr.

Jede dieser Pflanzen trägt auf ihre Weise zur Förderung der Biodiversität bei – sei es durch ihre Blüten, ihr Laub oder ihre Samen. Das Patenbeet ist somit ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und lädt zugleich zum Beobachten, Staunen und Lernen ein.

Lust auf Natur zum Anfassen?

Besuchen Sie unser Patenbeet und entdecken Sie eine bunte Vielfalt heimischer Wildpflanzen – ein echtes Paradies für Bienen, Schmetterlinge und Naturfreunde!

Ob einfach nur zum Staunen oder aktiv mithelfen beim Pflegen, Jäten oder Gießen – jede helfende Hand ist willkommen. Gemeinsam schaffen wir einen wertvollen Lebensraum für bedrohte Insektenarten.

Interesse? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail wir teilen Ihnen dann gerne den nächsten Pflegetermin mit.
 

Wir freuen uns auf Sie!

Bau eines kleinen Hügelbeetes

Bau eines kleinen Hügelbeetes Patenbeet in Arbeit  (Bild: Petra Heberer)

Auf dem Beet wurde ein kleines Hügelbeet gebaut

Wohlfühloase für Insekten

Scheinbockkäfer  (Bild: M.Bredemeier)

Um das Beet zu einem Lebensraum mit vielen Futterpflanzen für Insekten zu machen wurden Blütensträucher gepflanzt und Wildblumen eingesät.

Färber-Hundskamille mit Biene  (Bild: M.Bredemeier)

Patenbeetpflege

Frühjahrsputz am Patenbeet Frühjahrsputz am Patenbeet  (Bild: Martina Ullrich)

Wie der eigene Garten, muss auch ein Patenbeet regelmäßig gepflegt werden.

Wir pflegen das Beet ehrenamtlich und bitten darum, keinen Müll ins Beet zu werfen und Hunde nicht hinein laufen zu lassen. Wir freuen uns, wenn das Projekt mehr Menschen dazu anregt, ein Patenbeet zu übernehmen und geben gerne Tipps für eine naturnahe Bepflanzung.

Beetpflege im Juli2024

Bevor der nächste Bauabschnitt des Radschnellweges zwischen der Friedenstraße und der Bahnstraße in Angriff genommen wird, haben Aktive des BUND heute das dort liegende Patenbeet betreut. Dabei wurden überhängende  Pflanzenteile entfernt, Müll aus dem Beet gesammelt, Gräser zurückgeschnitten und der Weg gesäubert.

Fragen zum Patenbeet?

Patenbeet bluehend


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