1. September 2007

Autoklima contra Klimaschutz

Kategorie: Verkehr, Klima

Der BUND rät, möglichst auf überflüssige Extras in Fahrzeugen zu verzichten. Elektrische Fensterheber, motorgesteuerte Sitzeinsteller oder Klimaanlagen steigern das Gewicht und damit den Benzinverbrauch. Inzwischen sind rund 90 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit Klimaanlagen ausgerüstet.

Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt: Klimaanlagen tragen in hohem Maße zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Pro Jahr gelangen etwa 1,3 Millionen Tonnen des Kältemittels in die Luft. Zum größten Teil geschieht dies durch konstruktions- und altersbedingte Lecks. Klimaanlagen gelten bei Kältemittelaustritten bis zu 40 Prozent noch als funktionstüchtig! Ein anderes Ergebnis der Studie ist, dass die Wartung der Klimaanlagen nicht dazu beiträgt, diese Emissionen zu mindern. Wer seine Klimaanlage regelmäßig wartet, kann Energie einsparen und so zumindest den zusätzlichen Kraftstoffverbrauch eindämmen. Ein Auto verbraucht mit Klimaanlage auf hundert Kilometer im Durchschnitt etwa 0,8 Liter mehr Sprit.

Klimaanlagen sind in unseren Breiten in der Regel überflüssig. Kleine Tricks verringern im Sommer die Innenraumwärme des PKW. Zum Beispiel heizen sich Autos mit hellem Lack nicht so stark auf wie dunkle Fahrzeuge. Ein Schiebedach oder leicht geöffnete Fenster reichen zumeist für die Kühlung. Vor der Abfahrt sollten alle Türen geöffnet werden, um für Frischluftzufuhr zu sorgen.

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Stand: September 2007




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